Weißt Du, was Du machen müsstest?

 

Nachdem das MotorradWaschMobil nun das 2. Mal bei LOUIS Station gemacht hat, folgt hier etwas verspätet das Résumé.

Der enorme Vorteil gegenüber anderen Standorten liegt eindeutig in den vor jedem LOUIS-Store aufgestellten „Raucher“-Pavilionen.

Hier trifft man sich mit anderen Motorradfahrern und Fachsimpelt was das Zeug hält. Für uns vom MWM ist das zum einen sehr kurzweilig, zum anderen aber auch informativ, da man hier Meinungen und konstruktive Kritiken bekommt.

Wir werden auf jeden Fall kurzfristig nochmal die Auffahrrampe verbreitern. Versprochen.

Aber ich muss hier auch eine Bitte äußern - An all diejenigen, die ihre Empfehlungen mit „Weißt Du, was Du machen müsstest?“ beginnen möchten.

Nehmt euch bitte einige Minuten Zeit, um noch einmal eure mit Sicherheit gut gemeinten Vorschläge zu überdenken. Vor allem bezüglich finanziellem und zeitlichem Aufwand, der rechtlichen Situation (das MWM bin nicht ich, sondern ein Wirtschaftsunternehmen) und natürlich auch der Außenwirkung.

Hier zur Belustigung Aller drei Beispiele und die Begründungen warum das MWM (nicht Ich) diese eben nicht umsetzen können.

Platz 1: und am häufigsten vorgeschlagen:

 

Du müsstest zwei heiße Mädels dabei haben, die die Bikes waschen, oder besser trocknen.

Ich weiß zwar nicht, warum alle immer genau 2 Mädels haben wollen, aber für ein seriöses Unternehmen kann dies keine ernst gemeinte Alternative sein. Zum einen kostet jeder weitere Mitarbeite Geld, welches derzeit einfach nicht zur Verfügung steht. Weiterhin – und hier ganz wichtig – würden diese Mädels (hier mal die Volljährigkeit vorausgesetzt, also Frauen) mit Sicherheit extremst mit sexueller Belästigung am Arbeitsplatz konfrontiert werden und wir als Betreiber da wir es nicht unterbinden (können) zur Verantwortung gezogen werden (können).

Platz 2:

Viele regen mit Ihren Erfahrungen in der privaten Motorradwäsche die Diskussion an.

Das zu reinigende Bike vorher mit einem Mittel X oder Y einzusprühen und das ggf. 10 Minuten einwirken zu lassen.

Die Umweltauflagen sind hier ganz eindeutig. Es dürfen keine Vorgehensweisen oder Mittel verwendet werden, bei der Reinigungsflüssigkeiten oder Öle und Fette auf den Boden gelangen können. Auch „Bei uns im Dorf interessiert das keine Sau“ täuscht nicht darüber hinweg, dass es strafbar ist. Für uns als Wirtschaftsunternehmen hätte das weitaus schwerwiegendere Folgen. Von der Reinigungszeitverlängerung bei Einwirkzeiten wären alle Betroffen, die auf einen freien Platz im MWM warten. Wobei uns eigentlich nicht so ganz klar ist, warum der ein oder andere die Reinigungsleistung des MWM als nicht ausreichend erachtet.

Platz 3: Mein absoluter Favorit

Ihr müsstet hinten eine Hebebühne (korrekt Ladebordwand) montieren, die das Motorrad auf das Anhängerniveau hebt.

Wir haben den anfänglich angeschafften 3 Tonnen-Anhänger wegen nicht ausreichender Tragkapazität noch vor dem ersten öffentlichen Betrieb gegen einen 3,5 Tonnen-Anhänger ausgetauscht. Gehen wir mal davon aus, dass wir etwa 600 KG heben müssen (bei den großen Modellen kann das Trockengewicht schon mal 400 – 450 KG haben, + Tankinhalt + Fahrer). Die Angaben der Hubkraft einer Ladebordwand ist wie bei Gabelstaplern immer auf einen Lastschwerpunkt von 600 mm von der Hebeeinheit gemessen. D.h. In unserem Fall dürfte das Motorrad nur 1,2 m lang sein um diesen Anforderungen zu genügen. Im Endeffekt benötigten wir eine Ausführung, die eine Fläche von 2 m Länge hätte und die Hubkraft auf 1 m von der Hebeeinheit gewährleisten müsste. Zudem dürfte die gesamte Einheit inkl. sämtlicher erforderlicher Hilfseinheiten maximal 200 KG wiegen.

Entschuldigung, dass das bisher niemandem von uns in den Sinn gekommen ist.

Nichts desto Trotz – oder gerade deswegen freue ich mich auf das nächste gemeinsame Wochenende am 23. - 25.09.2016